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Umfrage: Hälfte der Bayern glaubt nicht an Harmonie in Union

München (dpa/lby) – Trotz neuer Führungsköpfe an den Spitzen der Unionsparteien glaubt die Hälfte der Bayern offenkundig noch nicht an ein Ende des Dauerstreits von CSU und CDU. 46 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Umfrage halten nach den Wahlen von Markus Söder zum CSU-Chef und Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Vorsitzenden den Streit für beigelegt, 50 Prozent dagegen nicht. Bei den CSU-Anhängern sind es 45 Prozent, die glauben, der Streit sei erledigt, wie aus der am Donnerstag in München veröffentlichten Umfrage des Hamburger Umfrage-Instituts GMS im Auftrag von «17:30 SAT.1 Bayern» hervorgeht.

Drei Monate vor der Europawahl zeigen sich die Befragten im Freistaat zudem sehr skeptisch gegenüber der Arbeit der EU-Institutionen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) sind mit der Arbeit der EU-Kommission unzufrieden (27 Prozent zufrieden). 70 Prozent sind mit der Arbeit des Europaparlaments unzufrieden (24 Prozent zufrieden).

Wäre die Wahl schon am kommenden Sonntag, käme die CSU auf 36 Prozent, die Grünen auf 17 Prozent und die AfD auf 14 Prozent. Die SPD könnte mit 11 Prozent rechnen, die FDP mit 7 Prozent, die Freien Wähler mit 5 Prozent, die Linke käme auf 4 Prozent. 45 Prozent gaben an, überhaupt an der Europawahl teilnehmen zu wollen.