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Unterschiedliches Vorgehen nach Impfstopp für Astrazeneca

München (dpa/lby) – Der vorläufige Stopp der Impfungen mit Astrazeneca hat im Freistaat unterschiedliche Konsequenzen: Während mancherorts die mit diesem Vakzin geplanten Impftermine umgehend abgesagt wurden, finden die Impfungen andernorts zunächst wie geplant statt – stattdessen aber mit den Mitteln von Biontech/Pfizer oder Moderna. Dies ging am Dienstag aus den Mitteilungen zahlreicher Landkreise hervor.

So teilte das Landratsamt Wunsiedel mit: «Alle Personen, deren Impfung im Impfzentrum oder mit mobilen Teams für diese Woche bereits terminiert war, können mit den beiden anderen Impfstoffen versorgt werden; die Termine verschieben sich höchstens am gleichen Tag um ein paar Stunden.» Auch das Landratsamt Pfaffenhofen betonte, auf die beiden anderen Vakzine auszuweichen. Genauso hält es Nürnberg. Die Terminvergabe für Impfungen mit Astrazeneca würde aber gestoppt.

In Erlangen erhalten die Menschen nach Angaben der Stadt entweder einen Ersatztermin mit einem anderen Impfstoff oder müssen später einen neuen Termin vereinbaren. In München hingegen wird der für den 22. März vorbereitete Impfstart für das Personal von Schulen und Kitas bis auf Weiteres ausgesetzt. «Ohne Astrazeneca steht für ein eigenes Impf-Angebot für diese Personengruppen derzeit kein ausreichender Impfstoff zur Verfügung», hieß es von der Stadt.

Der Landkreis Donau-Ries sagte insgesamt 2317 Termine ab. «Unter diesen befanden sich auch mehrere Sammel-Impftermine in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und für Lehrerinnen und Lehrer», teilte das Landratsamt mit. Im Landkreis Forchheim sollte diese Woche rund 1000 Menschen das Mittel von Astrazeneca verabreicht werden. Diese Zahl sei aktuell mit den anderen Herstellern nicht zu kompensieren. «Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen größere Mengen geliefert werden», so Landrat Hermann Ulm. In zahlreichen anderen Landkreisen gestaltete sich die Situation ähnlich.

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