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Urteil: Ex-Shishabar-Betreiber wegen Vergewaltigung

Bayreuth (dpa/lby) – Im Prozess um eine mutmaßliche Vergewaltigung über einer Shisha-Bar in Bayreuth wird heute (13.00 Uhr) das Urteil erwartet. Dem ehemaligen Betreiber der Bar wird vorgeworfen, eine junge Frau zum Analverkehr gezwungen zu haben. Medien hatten über eine Gruppenvergewaltigung spekuliert, was sich nach Angaben der Ermittler aber nicht bestätigte.

Der 30-Jährige lernte die Frau laut Anklage Ende Januar 2020 in einem Club kennen und nahm sie mit in seine Wohnung oberhalb der Shisha-Bar. Dort soll er sich an der damals 22-Jährigen vergangen haben. Der Angeklagte sagte, der Sex sei einvernehmlich gewesen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kamen in der Nacht drei weitere Männer in die Wohnung, die anfangs als Mittäter verdächtigt worden waren. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich aber heraus, dass die Männer nicht an der mutmaßlichen Tat beteiligt waren. Das Verfahren gegen sie wurde eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft forderte, den Angeklagten wegen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren mit Unterbringung in einer Entziehungsanstalt zu verurteilen. Die Anwältin der jungen Frau plädierte für sechs Jahre Haft wegen Vergewaltigung und Körperverletzung, die Verteidiger für Freispruch.

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