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Urteil wegen Totschlag mit Regenschirm rechtskräftig

Nürnberg/Karlsruhe (dpa/lby) – Weil sie ihren Zechkumpanen mit einem Regenschirm getötet hat, muss eine Frau eine Haftstrafe von elf Jahren verbüßen. Das Urteil wegen Totschlags ist rechtskräftig, bestätigte das Landgericht Nürnberg-Fürth am Dienstag. Der Bundesgerichtshof habe die Revision der Angeklagten abgewiesen.

Nach Auffassung des Gerichts wollte die Frau im Februar 2019 ihr Opfer verletzen, quälen und erniedrigen. Dadurch habe sie sich des Totschlags schuldig gemacht. Die Leiche packte sie den Angaben nach mit Hilfe eines Freundes in einen Koffer und warf das Gepäckstück dann eine Böschung hinab.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte die Frau im Juli 2020 zu elf Jahren Haft verurteilt, die sie größtenteils in einer Entziehungsanstalt verbüßen soll. Der mitangeklagte Freund erhielt unter anderem wegen unterlassener Hilfeleistung eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und einem Monat.

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