Urteil zu Betreuer am Coburger Landgericht

Ein Betreuer und Nachlassverwalter hatte immer wieder Geld von reicheren an ärmere Klienten verteilt. Das Landgericht Coburg hat ihn gestern (9.1.) wegen Untreue und Betrugs zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der Mann 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten. Er hat ein Helfersyndrom und kann soziale Ungerechtigkeit laut seinem Anwalt nicht ertragen. Der Schaden durch die jahrelange Umverteilung: über 350 000 Euro. Wo genau das viele Geld abgeblieben ist, ist unklar. Für das milde Urteil war auch ausschlaggebend, dass der Mann nicht voll schuldfähig war. Ein Gutachter hatte ihm eine Hirnerkrankung bescheinigt. Als Betreuer und Nachlassverwalter darf er nicht mehr arbeiten. Er war im Raum Coburg, Haßfurt und Sonneberg eingesetzt.