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Verbände fordern schnelles Internet für Klassenzimmer

Karlstadt (dpa/lby) – Um die geplante Digitalisierung an Bayerns Schulen auch in der Praxis tatsächlich umsetzen zu können, fordern Schulleiter, Lehrer, Schüler und Eltern deutlich mehr Anstrengungen der Staatsregierung. So müssten zunächst einmal die technischen Voraussetzungen der Digitalisierung geschaffen werden, heißt es in einem gemeinsam erarbeiteten Aufruf der entsprechenden Landesverbände. Dazu gehöre, «die bayerischen Klassenzimmer (…) zügig auszustatten und an das Internet mit 100 Megabit anzuschließen». Zudem brauche es zusätzliche hauptamtliche technische Systembetreuer – und zwar eine Vollzeitstelle auf etwa 500 Schüler.

Der zweiseitige Aufruf ist am Montagabend im Rahmen des «Digital Media Lab» (digitales Medienlabor) im unterfränkischen Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) verabschiedet worden. Das Projekt des Johann-Schöner-Gymnasiums zur Digitalisierung und Medienkompetenz richtet sich an Schulen, Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen. Es soll den Machern an den bayerischen Schulen Impulse auf dem Weg zur digitalen Schule liefern.

Die Verbände wünschen sich zudem mehr Zeit für die Lehrerfortbildung in Sachen Digitalisierung und dass digitale Lehrmethoden getestet und evaluiert werden sollen. Zu den Unterstützern des Aufrufes zählen Vertreter der Bundesdirektorenkonferenz, des Bayerischen Philologenverbandes, der Landesschülersprecher Bayerns sowie Elternverbände.