Ein Handwerker mit einem Gasbrenner beim Bau eines Mehrfamilienhauses., © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Verbände loben Pläne für kostenlose Meisterausbildung

Wirtschaftsverbände begrüßen die Pläne der CSU, die Meisterausbildung in Bayern ab 2024 kostenlos zu machen. Sowohl der Bayerische Handwerkstag (BHT) als auch der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) lobten am Donnerstag die am Mittwoch von CSU-Chef Markus Söder vorgestellte Initiative. Die Wirtschaft leidet unter einem massiven Fachkräftemangel.

«Die staatliche Übernahme der Kosten für die Meisterfortbildung ist ein Schritt in die richtige Richtung», erklärte BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. «Damit unterstreicht die Staatsregierung, dass berufliche und akademische Bildung in Bayern gleichwertig sind. Dies hilft uns, mehr junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen.»

Der bildungspolitische Sprecher des BIHK, Hubert Schöffmann, betonte, Meister seien «Top-Experten», die «händeringend von der bayerischen Wirtschaft gesucht» würden. Ihre Ausbildung analog zum Hochschulstudium kostenfrei anzubieten, sei ein wichtiger Schritt zur Gleichbehandlung und Stärkung der beruflichen Bildung.

Ab 2024 soll nach Söders Vorschlag Bayern als erstes deutsches Bundesland die Meisterausbildung kostenlos machen. Dies könnte den Staatshaushalt mit rund 100 Millionen Euro belasten. Bisher bekommen angehende Meister in Bayern einen Bonus von 2000 Euro für erfolgreiche Prüfungen ausgezahlt, die nach dem 31. Mai 2019 in Bayern abgelegt wurden.

Die Kosten für die Meisterausbildung unterscheiden sich je nach Fach. Laut BHT liegen sie in Bayern in etwa in einer Spanne zwischen 7000 und 15.000 Euro.