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Vermisstenfall: Ermittlungen werden zusammengetragen

München (dpa/lby) – Im Fall der vermissten Frau aus München und ihrer 16-jährigen Tochter werden nun die Ergebnisse der Ermittlungen zusammengetragen. Daher sei die Ermittlergruppe «Duo» von 20 auf 7 Mitglieder reduziert worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. Den zuständigen Beamten werde aber weiter aus anderen Abteilungen zugearbeitet, sagte der Sprecher.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordverdachts. Auch mehr als drei Monate nach dem Verschwinden der Mutter und ihrer Tochter im Juli, seien die Leichen noch nicht gefunden worden. Tatverdächtig ist der Ehemann der 41-jährigen Frau und Stiefvater des Mädchens. Gegen den in Untersuchungshaft befindlichen Mann habe sich der Tatverdacht durch die Ermittlungen weiter erhärtet, teilte der Polizeisprecher mit. Der 44-Jährige schweige weiter zu den Vorwürfen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Deutsch-Russe zuerst seine Frau tötete und danach die Tochter ermordete, um die Tat zu verschleiern. Daraufhin war Haftbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag im Fall der Frau und – wegen der Verdeckungsabsicht – auf Mord im Fall der Tochter erlassen worden.

Der Mann hatte die beiden Frauen zunächst als vermisst gemeldet. Seinen Angaben zufolge sollen sie am 13. Juli ihre Wohnung in München verlassen haben, um in ein Einkaufszentrum zu gehen. Seitdem wurden sie nicht mehr gesehen.