Versuchter Totschlag: Fehleinschätzung des Bewährungshelfers

Der Prozess um versuchten Totschlag geht weiter. Eine 24-jährige aus dem Kreis Kronach soll einer Frau in Marktrodach im Kreis Kronach gegen den Kopf getreten und damit in Kauf genommen haben, dass diese stirbt. Wie der Fränkische Tag berichtet, hat nun der Bewährungshelfer der Angeklagten eine Fehleinschätzung eingeräumt. Er hatte die Frau nach einer langen Gefängnisstrafe betreut. Unter anderem machte sie eine Therapie in einer Antigewaltambulanz in Würzburg. Als sie begann, in einer Bäckerei zu arbeiten und keine Zeit für die regelmäßigen Therapiestunden in Würzburg hatte, beschloss ihr Bewährungshelfer in Absprache mit dem Gericht, die Antigewalttherapie ruhen zu lassen. Obwohl die Frau später auf dem Freischießen und gegenüber der Polizei aggressiv wurde, stellte der Bewährungshelfer seine Überwachung wie geplant ein. Zwei Monate später kam es dann zu dem Angriff in Marktrodach. Der Prozess geht am 16. Oktober weiter.