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VfL Osnabrück punktet beim Einstand von Feldhoff in Nürnberg

Nürnberg (dpa/lby) – Der 1. FC Nürnberg schleppt sich weiter ohne nachhaltige Entwicklungsschritte durch die Saison, die er eigentlich sorgenfrei gestalten wollte. Beim 1:1 (0:0) am Sonntag gegen den VfL Osnabrück mit Neu-Coach Markus Feldhoff verschenkte der heimschwache «Club» zudem nach dem Führungstor von Manuel Schäffler (61. Minute) mal wieder einen wertvollen Sieg im Abstiegskampf. Der kurz zuvor eingewechselte Marc Heider (73.) glich für die Niedersachsen aus, die nach einer Serie von neun Niederlagen erstmals wieder punkteten.

«Wir haben unseren Plan nicht gut umgesetzt», sagte FCN-Trainer Robert Klauß, der das «Club»-Spiel einfach nicht fortentwickeln kann. Eine Woche vor dem großen Franken-Derby in Fürth herrschte im Max-Morlock-Stadion wieder spielerische Armut. Zudem verpasste es der «Club», sich von der Abstiegszone abzusetzen. Der Vorsprung auf die Osnabrücker, die Relegationsplatz 16 einnehmen, beträgt unverändert fünf Punkte. «Wir wissen, dass das nicht genug war, um als Sieger vom Platz zu gehen», kommentierte Torjäger Schäffler.

In der ersten Hälfte bewegte sich das Spiel auf unterstem Niveau. Das wurde nach dem Seitenwechsel etwas besser. Der «Club» fand mehr in den Vorwärtsgang. Nach einem Distanzschuss von Fabian Nürnberger gab es Eckball. Den schlug Johannes Geis exakt auf Schäffler, der bei seinem neunten Saisontreffer unbedrängt einköpfen konnte. «Das Tor muss uns einen Push geben», bemängelte Schäffler.

Dennis Borkowski hätte danach beinahe auf 2:0 für den «Club» erhöht, als er es nach einem Ausflug von VfL-Torwart Philipp Kühn aus seinem Strafraum aus größerer Distanz versuchte (67.). Der Ball ging knapp drüber. «Wir kommen zu wenig in die Box. Wir müssen eine Schippe drauflegen. Es war nicht genug, um als Sieger vom Platz zu gehen», sagte Schäffler. Am kommenden Sonntag in Fürth erwartet Klauß mehr von seinem Team: «Wir brauchen Emotionalität und Leidenschaft.»

Die Osnabrücker bewiesen Moral und schlugen in der Endphase zurück: Nach einer ausgelassenen Großchance von Christian Santos bediente der gute Ex-Nürnberger Sebastian Kerk maßgenau Heider, der aus kurzer Distanz einschoss. «Es war ein Schritt in die richtige Richtung», sagte Kerk nach dem Abpfiff. Diese Feststellung des Offensivspielers galt für sein aktuelles Team und nicht für seinen ehemaligen Verein.

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