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Wallfahrt zu Ehren des Heiligen Leonhard in Benediktbeuern

Benediktbeuern (dpa/lby) – Pferdewallfahrten mit festlich geschmückten Gespannen erinnern derzeit in vielen bayerischen Orten an den Heiligen Leonhard als Schutzpatron der Nutztiere. In Benediktbeuern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ziehen heute Dutzende Reiter und rund 50 Wagen in den Innenhof des dortigen Klosters. Schützenkompanien und Musikkapellen begleiten den Zug. Tausende Schaulustige werden erwartet. Anschließend wird in der Basilika ein Wallfahrtsgottesdienst zelebriert. Den Abschluss bildet das Goaßlschnalzen, das Peitschenknallen der Fuhrleute, sowie am Abend der Leonharditanz.

Seit Jahrhunderten gehören Leonhardifahrten in Bayern und Österreich zum Brauchtum. Die Wallfahrt in Bad Tölz am Leonharditag am Mittwoch gilt mit mehreren 100 Pferden und rund 80 teils historischen Wagen als größte Leonhardifahrt. Sie war erst 2016 als Immaterielles Kulturerbe der Unesco in das deutsche Verzeichnis aufgenommen worden. Die älteste Leonhardifahrt in Bayern hat die Gemeinde Kreuth. Sie ist seit 1442 belegt. Der Umzug dort findet auch am Mittwoch statt.

Bereits seit Ende Oktober werden in vielen bayerischen Orten Leonhardiwallfahrten gefeiert. Denn Pferdegespanne, Schützenvereine und Musikkapellen nehmen teils an mehreren Umzügen teil.