Warnung vor Giftködern im Landkreis Altötting

Nach dem Fund mehrerer vergifteter Wildtiere im Landkreis Altötting haben Naturschützer die Spaziergänger in der oberbayerischen Region vor gefährlichen Giftködern gewarnt. Bei einem toten Mäusebussard sei durch eine pathologische Untersuchung das Gift Carbofuran nachgewiesen worden, teilten der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) am Mittwoch mit. Der Greifvogel habe zuvor vermutlich an zwei Füchsen gefressen, die durch das Gift verendet sein dürften. Alle drei toten Tiere seien in nächster Nähe zueinander gefunden worden.

Das verbotene Gift ist den Angaben zufolge besonders für Kinder und Hunde gefährlich. «Zur eigenen Sicherheit rufen wir zu erhöhter Vorsicht bei Spaziergängern und Hundehaltern in der Gegend auf», sagte der LBV-Landesfachbeauftragte für Naturschutz, Andreas von Lindeiner, laut Mitteilung. Die Tötung geschützter Vogelarten, wie des Mäusebussards, stelle eine Straftat dar. Es sei deshalb Strafanzeige gegen unbekannt gestellt worden.

Das Gift Carbofuran könne bereits bei Hautkontakt wirken und selbst in geringen Dosen zu Krämpfen führen, erläuterte Franziska Baur, GLUS-Fachreferentin für Naturschutz. Die Aufklärung illegaler Wildtiertötungen sei allerdings oft schwierig.

Der LBV und die GLUS appellierten an Eltern im Landkreis Altötting, ihre Kinder keine herumliegenden toten Tiere oder anderes Verdächtiges anfassen zu lassen. Hundehalter vor Ort sollten ihre Tiere an die Leine nehmen.