Wasserwacht warnt vor Kopfsprüngen ins kühle Nass

Die Wasserwacht warnt eindringlich davor, an den Hitzetagen zur Abkühlung kopfüber in einen See zu springen. Bei Starnberg hat sich in der Nacht zum Dienstag ein 20-Jähriger bei solch einem Hechtsprung verletzt. Wie Polizei und Wasserwache berichteten, wurde der junge Mann wegen des Verdachts einer Wirbelsäulenverletzung mit dem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen. Wie es dem Patienten danach ging, war nicht bekannt.

Der 20-Jährige war von einem Badesteg aus spät abends in den Starnberger See gesprungen. Laut Wasserwacht machte er einen Köpfer in das derzeit wegen der anhaltenden Trockenheit nicht einmal ein Meter tiefe Gewässer. «Offensichtlich kam er mit dem Kopf am Grund auf», berichtete Oliver Jauch von der Starnberger Kreiswasserwacht. «Weil er nach dem Sprung regungslos im Wasser trieb, wurde er von anderen Badegästen an Land gebracht.»

Laut Jauch verletzten sich auch in den vergangenen Wochen bereits Badegäste wegen des niedrigen Wassers. Meistens hätten sich die Schwimmer an den Sprunggelenken verletzt, «weil sie unterschätzten, wie schnell und mit welcher Kraft sie am Boden aufkommen». Neben der Verletzungsgefahr gebe es bei Sprüngen ins Wasser auch das Risiko von Kreislaufproblemen, die durch den plötzlichen Kälteschock verursacht werden könnten.