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Weniger Gasthörer: Rückgang bei Ausländern um 42,4 Prozent

Fürth (dpa/lby) Die Zahl der Gasthörer an bayerischen Hochschulen ist im Wintersemester 2017/2018 leicht auf 4400 zurückgegangen. Besonders drastisch ist die Veränderung bei den Gasthörern aus dem Ausland: Deren Anzahl ging im Vergleich zum Wintersemester 2016/2017 um 42,4 Prozent zurück. Das teilt das Bayerisches Landesamt für Statistik am Mittwoch mit. Die Ursachen für diesen Schwund seien nicht klar benennbar, erklärte der Pressesprecher des Landesamtes für Statistik, Gunnar Loibl, auf Anfrage.

Von den 397 Gasthörern aus dem Ausland stellten im Wintersemester 2017/2018 Syrer mit 144 die größte Gruppe. Ein Jahr zuvor allerdings waren noch 220 Menschen aus dem Bürgerkriegsland als Gasthörer an bayerischen Hochschulen eingeschrieben. Das bedeutet einen Rückgang um 35 Prozent. Eine Erklärung für den Rückgang der Gasthörer aus Syrien könnten die rückläufigen Zuwanderungszahlen sein. Belege dafür kann das Landesamt für Statistik allerdings nicht liefern. «Wir bekommen nur die Nationalitäten der Studierenden genannt, nicht etwa deren Aufenthaltsstatus», erklärt Loibl.

Mehr als 50 Prozent der Gasthörer in Bayern sind an der Universität München eingeschrieben. Diese bietet ein spezielles Seniorenstudium an. Gasthörer sind für den Besuch einzelner Veranstaltungen an Hochschulen eingeschrieben, können aber keine Abschlussprüfungen ablegen. Dafür muss keine Hochschulreife nachgewiesen werden.