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Weniger Schweinezucht: Aber mehr schlachtreife Masttiere

Fürth (dpa/lby) – Weniger Zuchtsauen, weniger Mastschweine, weniger Ferkel – die Schweinezucht im Freistaat ist rückläufig. Wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte, ging die Zahl der schweinehaltenden Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen zwischen Mai 2020 und Mai 2021 um 3,6 Prozent auf 4200 zurück. Das sind rund 200 Betriebe weniger.

Der Schweinebestand ist um 3,9 Prozent rückläufig von 3,0 Millionen auf 2,9 Millionen Tiere. Im Schnitt kamen auf jeden Betrieb 694 Tiere. Die Zahl der Ferkel in landwirtschaftlichen Zuchtbetrieben ging um 2,2 Prozent auf fast 830.000 zurück.

Auch die Corona-Pandemie wirkte sich den Angaben nach auf die Schweinehaltung aus: So ist die Zahl der Mastschweine zwar ebenfalls rückläufig, und zwar um 3,2 Prozent auf knapp 1,4 Millionen Tiere. Jedoch ist der Anteil der Mastschweine, die mehr als 110 Kilogramm wiegen und somit schlachtreif sind, um 7,7 Prozent auf 148.000 Tiere gestiegen.

Grund dafür ist dem Landesamt zufolge der coronabedingte, sogenannte Schweinestau. Der war entstanden, weil während der Pandemie die Gastronomie monatelang geschlossen blieb und somit die Nachfrage nach Schweinefleisch deutlich geringer war.

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