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Zahl der Insolvenzen in Bayern weiter rückläufig

München (dpa/lby) – In Bayern haben erneut weniger Unternehmen und Verbraucher Insolvenz anmelden müssen. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform wurden in diesem Jahr 12 580 Insolvenzen registriert. Das waren rund 200 weniger als im Jahr zuvor. Seit 2015 ist die Zahl sogar um rund 2000 Insolvenzen zurückgegangen.

Damit gehört Bayern weiter zu den Bundesländern mit besonders niedriger Quote bei Firmenpleiten: Lediglich 42 von 10 000 Unternehmen mussten heuer Insolvenz anmelden. Nur in Baden-Württemberg war die Quote noch geringer.

Der Rückgang der Insolvenzen folgt einem bundesweiten Trend, den die Auskunftei vor allem mit der guten wirtschaftlichen Lage begründet. «Vor dem Hintergrund der zunehmend wirksam werdenden Konjunkturbremsen und der Zinswende ist eine weitere Abnahme der Unternehmensinsolvenzen über 2018 hinaus allerdings fraglich», schreiben die Autoren. Vor allem bei den Unternehmen habe sich der Rückgang inzwischen deutlich abgeschwächt.

Die größte Insolvenz im Freistaat betraf das Industrieunternehmen Schletter im oberbayerischen Kirchdorf. Schletter fertigt Metallteile für Waggons sowie Solaranlagen und beschäftigt Creditreform zufolge in Deutschland mehr als 800 Mitarbeiter. Nach der Insolvenz übernahm ein Finanzinvestor das rund 50 Jahre alte Unternehmen.