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Zentralratspräsident Schuster hofft auf zweite Amtszeit

Würzburg (dpa/lby) – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, will nach vier Jahren an der Spitze erneut für das Amt kandidieren. Der «Jüdischen Allgemeinen» (Donnerstag) sagte der 64 Jahre alte Würzburger, er sei nach reiflicher Überlegung zu der Entscheidung gekommen, seinen Hut nochmals in den Ring zu werfen. Zwar sei das ehrenamtliche Amt «nicht immer vergnügungssteuerpflichtig», sagte Schuster. Er habe aber dennoch mitunter das Gefühl, dass man doch etwas bewegen könne.

Sofern er wiedergewählt wird, will Schuster nach eigenen Worten unter anderem die Einführung von Rabbinern bei der Bundeswehr, eine Verbesserung der Integrationskurse, ein bundesweites Meldesystem für antisemitische Vorfälle und die Realisierung der Pläne für eine Jüdische Akademie auf den Weg bringen.

Schuster, der nach wie vor als Internist in seiner Praxis in der Würzburger Innenstadt arbeitet, wurde im November 2014 zum Präsidenten des Zentralrats der Juden gewählt. Die nächste Ratsversammlung, bei der über die Besetzung des Präsidiums entschieden wird, findet am 25. November in Frankfurt/Main statt.