Zeuge taucht nicht auf

Im Prozess um Betrug und sexuellen Missbrauch am Landgericht Coburg sollte gestern eigentlich ein Mann aussagen, der mit einem der mutmaßlichen Opfer zusammengelebt hat. Der Zeuge tauchte aber erst gar nicht auf. „Keine Lust“ begründete er sein Fernbleiben. Das hat Konsequenzen. Der Mann kann auch zwangsweise vorgeführt werden. Außerdem droht ihm ein Ordnungsgeld von 1000 Euro. Verteidiger Schwenn beantragte in der Sitzung ein weiteres Gutachten zu einer der Nebenklägerinnen. Am 6. Dezember geht der Prozess gegen den Coburger Hausarzt weiter, der sexuelle Beziehungen zu Patientinnen gehabt haben soll. Ihm wird vorgeworfen, das Vertrauensverhältnis zu den Frauen ausgenutzt zu haben, da sie bei ihm in psychotherapeutischer Behandlung waren. Außerdem soll er Leistungen falsch abgerechnet und so die Kassenärztliche Vereinigung betrogen haben.