Kriegsfolgen

500-Kilo-Fliegerbombe in Augsburg gefunden – keine Gefahr

31. August 2026 , 15:19 Uhr

Eine große Fliegerbombe wird in Augsburg entdeckt. Einsatzkräfte beginnen gleich mit einer Sperrung der Umgebung, Nachbarn müssen ihre Häuser verlassen. Doch Spezialisten geben dann Entwarnung.

Bei Bauarbeiten ist am Montag in Augsburg eine rund 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Bombe lag in einem Bereich unweit der Bahngleise im Umfeld des Hauptbahnhofs. Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes aus München gaben allerdings nach wenigen Stunden Entwarnung. «Es geht keine Gefahr von der Fliegerbombe aus», teilte die Stadt mit.

Denn die Bombe habe keinen Zünder mehr, so dass sie nicht entschärft werden musste. Die Experten konnten auch so den Abtransport des Blindgängers vorbereiten.

Der Fund hatte dazu geführt, dass die Polizei das Gebiet um die Bombe gleich abgesperrt hat. Doch eine größere Evakuierungsaktion für eine Entschärfung war nicht nötig. Etwa 200 Menschen aus der Umgebung, die zunächst ihre Häuser verlassen mussten, konnten dann zurückkehren.

Immer wieder Weltkriegs-Blindgänger in Augsburg

Augsburg war während des Krieges von den Alliierten massiv bombardiert worden. Deswegen werden immer wieder nicht explodierte Bomben von damals im Boden entdeckt. 

Die bis heute aufwändigste Entschärfung fand an Weihnachten 2016 statt. Damals mussten am ersten Weihnachtstag rund 54.000 Augsburger ihre Wohnungen verlassen, damit eine 1,8 Tonnen schwere Bombe entschärft werden konnte. Dies war eine der größten Evakuierungsaktionen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: dpa

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