Fast 19 Milliarden Euro soll das Gesundheitssystem im kommenden Jahr einsparen. Das neue GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz soll verhindern, dass die Zusatzbeiträge der Krankenkassen weiter steigen. Dafür müssen Versicherte unter anderem mit höheren Zuzahlungen rechnen. Aus Coburg kommt Kritik. Ullrich Zuber, Vorsitzender des Hausarztvereins, warnt vor zusätzlichen Belastungen für Patienten und Praxen.
„Dieses neue Beitragsstabilisierungsgesetzt, das eher als Spargesetzt aufgelegt wird, bedeutet für die hausärztliche Versorgung einen schwarzen Tag.“
Besonders kritisch sieht er die Versorgung in der Fläche. Ein Drittel der Ärzteschaft sei bereits über 60 Jahre alt. Wenn junge Mediziner zusätzlich von einer Praxisgründung oder -übernahme abgeschreckt würden, drohten Engpässe. Gelassener reagiert die Helios Frankenwaldklinik in Kronach. Sie sieht sich durch ihre Größe, Netzwerkstruktur und Digitalisierung dagegen gut aufgestellt.