Gasspeicher

Aiwanger für Gasreserve und Erhalt bayerischer Speicher

08. März 2026 , 12:06 Uhr

Aiwanger warnt: Leere Gasspeicher machen uns erpressbar. Wie die Lage in Bayern ist und was der Minister fordert.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) schließt sich den Forderungen nach einer nationalen Gasreserve für 90 Tage an. «Vorsorge ist besser als am Ende mit leeren Händen dazustehen und erpressbar zu sein», sagte Aiwanger der dpa in München. Vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Spannungen dürfe die Versorgungssicherheit nicht immer wieder infrage gestellt werden. 

Erst vor wenigen Tagen hatten die Grünen im Bayerischen Landtag mit Blick auf Rekord-Tiefstände in bayerischen und deutschen Gasspeichern einen Bericht von Aiwanger gefordert. Sie verlangten Aufschluss über die momentane Situation im Freistaat und über geplante Maßnahmen der Staatsregierung, langfristig Versorgungssicherheit zu schaffen und die Abhängigkeit von Gas zu reduzieren. Anfang Februar hatten die Grünen im Bundestag Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Untätigkeit vorgeworfen. 

«Unnötige Verunsicherung» 

«In den vergangenen Wochen gab es fast täglich Debatten darüber, ob die Füllstände der Gasspeicher ausreichend sind oder ob die Speicher zu leer sind. Das führt zu unnötiger Verunsicherung in der Bevölkerung», stellte der Minister nun fest. Auch die Wirtschaft wäre nach Ansicht Aiwangers mit einer Gasreserve besser für Krisenfälle gewappnet in Zeiten, in denen Anschläge auf Versorgungsleitungen zur politischen Realität gehörten.

Aiwanger: Bayerische Gasspeicher nicht stilllegen

Kritik übte Aiwanger an Diskussionen über eine mögliche Stilllegung bayerischer Gasspeicher wie Wolfersberg und Breitbrunn durch die Speicherbetreiber: «Es kann nicht sein, dass Betreiber Anlagen wegen mangelnder Rentabilität schließen und damit die Versorgungssicherheit gefährdet wird», sagte Aiwanger. 

Man brauche mit dem Bund eine gemeinsame Strategie, diese süddeutschen Gasspeicher zu erhalten. «Gasvorräte müssen übers ganze Land verteilt sein, wir können uns im Krisenfall nicht nur auf Pipelines aus dem Norden und LNG-Terminals verlassen, weil diese allein die Gasmengen im Zweifel gar nicht liefern können.» Zudem seien die süddeutschen Porenspeicher mittelfristig auch zur Speicherung von Wasserstoff geeignet.

Quelle: dpa

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