Armut in Oberfranken

03. Juni 2026 , 06:09 Uhr

Fast jeder siebte Mensch in Oberfranken ist von Armut betroffen. Das geht aus dem neuen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hervor. Bayern gilt zwar im bundesweiten Vergleich als das Bundesland mit der niedrigsten Armutsquote (12,6 Prozent), aber es gibt im Freistaat ein klares Nord-Süd-Gefälle. Während in Schwaben und Oberbayern nur rund elf bis zwölf Prozent der Menschen als arm gelten, sind es in Franken deutlich mehr – in Oberfranken 13,7 Prozent. Als arm gilt, wer im Monat weniger als 1.446 Euro netto im Monat zur Verfügung hat. Laut dem Wohlfahrtsverband hat die Armut einen neuen Höchststand in Deutschland erreicht (16,1 Prozent). Er fordert politische Gegenmaßnahmen, v.a. beim Wohnen, bei Sozialleistungen und der Bekämpfung von Altersarmut.

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