Naturschauspiel

Außergewöhnliche Agavenblüte im Schlosspark Nymphenburg

04. August 2026 , 16:13 Uhr

Wie ein Armleuchter verzweigen sich die Blüten der Agave im Schlosspark Nymphenburg. Zahlreiche Besucher zücken ihre Kameras. Weshalb diese Blütenpracht etwas ganz Besonderes ist.

Eine rund 45 Jahre alte Agave im Schlosspark Nymphenburg hat ihre Blüten geöffnet. Gelb-grün und cremefarben ragen die Auswüchse der fast sechs Meter hohen Pflanze in den strahlend blauen Himmel. Das sei ein außergewöhnliches Ereignis, wie die Bayerische Schlösserverwaltung mitteilte. 

Denn Agaven blühen nach Angaben der Verwaltung nur einmal im Leben und das auch oft erst nach Jahrzehnten. Im Anschluss sterben sie innerhalb weniger Wochen ab, weil sie ihre gesamte Kraft in den Blütenstand investieren. Der Stängel trocknet dann langsam ein, behält aber seine Form. Diesen möchte die Schlossgärtnerei einlagern, um ihn bei besonderen Anlässen auszustellen. 

Ableger sollen weiter wachsen

Gänzlich zu Ende soll die Geschichte der Agave nach ihrer Blüte jedoch nicht sein. Zwei Ableger hätten sich schon an der Pflanze gebildet und die möchte die Gärtnerei in Kübeln weiter kultivieren. Vielleicht erblühen sie dann ebenfalls in einigen Jahrzehnten. 

Agavenblüte auch in Sachsen

Ein ähnliches Naturschauspiel war vor wenigen Tagen auch auf Schloss Wackerbarth im sächsischen Radebeul zu erleben. Eine dort beheimatete Agave blühte dort bereits nach circa 35 Jahren Lebenszeit. Viele Agaven würden unter den hiesigen klimatischen Bedingungen gar nicht zum Blühen kommen, erklärte ein dortiger Sprecher. Eigentlich sind sie in Nord- und Mittelamerika zu Hause.

Quelle: dpa

 

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