Altkanzlerin

Bratkartoffeln und Blazer - Merkel gibt Einblick ins Private

14. Mai 2026 , 06:45 Uhr

Ihr Privatleben hat Angela Merkel als Kanzlerin immer geschützt gehalten. Viel verrät sie auch jetzt nicht. Aber ein wenig schon. Etwa über ihren grünen Daumen und ein kleines Laster.

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit den Erfolgen ihrer Gartenarbeit nicht wirklich zufrieden. Diese seien «nicht so, wie ich es mir manchmal vorstelle», sagte sie dem Magazin «Focus». Manches gelinge, manches nicht. «Ich tröste mich damit, dass es auch von der Bodenbeschaffenheit abhängt.»

Die frühere CDU-Vorsitzende verriet auch ein kleines Laster. Auf die Frage, welche schlechte Angewohnheit sie sich gern abgewöhnen würde, antwortete sie: «Manchmal zu gerne Bratkartoffeln abends um zehn zu essen.» 

Nächtliche Anrufe vermisst Merkel nicht

Merkel war von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin und hat sich anschließend weitgehend ins Privatleben zurückgezogen. Sie erzählte, dass sie nach wie vor ein Handy auf dem Nachttisch liegen habe, aber nicht wegen der Nachrichten. «Es ist einer der großen Vorteile, dass ich nicht mehr Sorge haben muss, wegen einer politischen Sache nachts angerufen zu werden.» Dies vermisse sie überhaupt nicht. «Ich hatte ja die Freude, so lange Bundeskanzlerin zu sein, dass ich wirklich aus freien Stücken sagen konnte: Ich trete nicht wieder an. Es war rund.»

Gefragt, was ihre beste Eigenschaft im Umgang mit Menschen sei, sagte Merkel: «Ich glaube, dass ich jedem erst einmal eine Chance gebe.» Und die schlechteste Eigenschaft? «Dass ich manchmal ungeduldig bin, wenn jemand zu lange spricht.»

Blazer sind teilweise entsorgt

Merkel, die als Kanzlerin immer Blazer in verschiedenen Farben trug, hat sich von einem Teil dieser Kleidungsstücke inzwischen getrennt. Ihre Sammlung sei «teils bereits entsorgt und teils noch im Kleiderschrank», sagte sie.

Für das körperliche und mentale Bewältigen ihres Amts habe ihr auch ihre «ganz robuste Natur» geholfen, verriet Merkel. «Aber ich habe immer darauf geachtet, dass ich immer wieder Freizeit hatte, dass ich auch mal was lesen konnte.» So sei sie an Sonnabenden fast nie aus dem Haus gegangen und habe stattdessen in der Uckermark versucht, «mich auf den Boden der Tatsachen zurückzubewegen». Sie habe sich «sehr bewusst Ruheräume genommen» und auch regelmäßig Urlaub gemacht.

Quelle: dpa

 

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