Der Automobilzulieferer Brose treibt seinen Einstieg in die Raumfahrt voran: Das Unternehmen hat strategische Kooperationen mit dem Fraunhofer-Institut EMI, dem Fraunhofer ISC sowie dem Berlin Space Consortium geschlossen. Gemeinsam sollen Kleinsatelliten samt Schlüsselkomponenten und hocheffizienten elektrischen Antriebssystemen entwickelt und am Standort Würzburg in gefertigt werden. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt das Vorhaben deutlich: Angesichts steigender Bedarfe müsse Deutschland „schnell, effizient und in hoher Qualität Satelliten bauen können“. Der Freistaat unterstützt den Ausbau der Satellitenforschung zudem mit Investitionen in begleitende Fraunhofer-Projekte.
Am Standort in Würzburg könnte bald die Produktion von Mini-Satelliten starten. Brose steht dafür in engem Austausch mit der Würzburger Firma S4, einer Ausgründung der Satelliten-Forschung der Uni Würzburg. Der Freistaat wolle das neue Standbein finanzielle unterstützen. Die neuen Pläne sollen vor allem eines: den bedrohten Standort mit seinen rund 1.400 Arbeitsplätzen stabilisieren. Denn Brose leidet massiv unter der Krise der Automobilbranche. Der Brose-Standort Coburg ist von den aktuellen Plänen nicht direkt betroffen.