Bundestag am 18. September

DFB macht Weg frei für eigenständige Frauen-Bundesliga

03. September 2026 , 10:47 Uhr

Nach langen Auseinandersetzungen und Verhandlungen soll die letzte Hürde nun genommen werden: Die Fußballerinnen spielen nur noch diese Übergangssaison unter dem Dach des DFB.

Bei einem außerordentlichen und virtuellen Bundestag am 18. September will der Deutsche Fußball Bund den Weg für eine selbstständige Frauen-Bundesliga frei machen. «Dort sollen die notwendigen Satzungsänderungen für die Ausgliederung der Google Pixel Frauen-Bundesliga beschlossen und die vertraglichen Grundlagen für die Übertragung der Liga auf den FBL e.V. gebilligt werden», teilte der Dachverband mit.

Ende vergangenen Jahres hatten die 14 Erstligaclubs den Frauen-Bundesliga FBL e.V. mit der Frankfurter Funktionärin Katharina Kiel an der Spitze gegründet. Von der Saison 2027/28 an werden sich die Vereine selbst organisieren und vermarkten. 

Jetzt auch Pachtvertrag ausgehandelt

Im Mai einigten sich DFB und FBL auf den Grundlagenvertrag, der die Finanzströme regelt. Formal genehmigt werden muss vom Bundestag auch der jetzt ausgehandelte sogenannte Pachtvertrag: Dann kann die Bundesliga die Fernsehrechte selbst ausschreiben und abschließen. Dies gilt als ein zentraler Punkt beim Ziel, die Liga schneller voranzutreiben und ihr mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. 

«Mit der Einigung über den Pachtvertrag haben der DFB und der FBL e.V. einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der Frauen-Bundesliga vollzogen. Beide Seiten haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, eine tragfähige Grundlage für die neue Struktur zu schaffen», sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in einer Mitteilung. «Wir sind überzeugt, dass die Liga auf dieser Basis ihre positive Entwicklung fortsetzen und ihre sportliche wie wirtschaftliche Attraktivität weiter steigern kann.»

DFB sieht noch große Aufgabenfelder bei sich

Der Verband verweist darauf, dass er sich auch nach dieser Übergangssaison um die Nachwuchsförderung und die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens kümmert. «Darüber hinaus konzentrieren wir uns zukünftig auf die Weiterentwicklung des Frauenfußballs im Zusammenhang mit den Frauen-Nationalmannschaften, dem DFB-Pokal sowie dem Frauen- und Mädchenfußball in den weiteren Spielklassen», sagte Generalsekretär Holger Blask.

Quelle: dpa

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