In Oberfranken ist ein mutmaßliches Rauschgiftnetzwerk aufgedeckt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Bamberg und das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilten, wurden fünf Tatverdächtige festgenommen, gegen vier davon – im Alter von 18 bis 23 Jahren – wurde Untersuchungshaft angeordnet.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Vorfall im Winter am Zentralen Omnibusbahnhof Bamberg, bei dem einer Sechstklässlerin Ecstasy verkauft worden sein soll. Im weiteren Verlauf ergaben sich Hinweise auf weiteren Drogenhandel im Stadtgebiet, bei dem insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Abnehmer auftraten. Bei Durchsuchungen von fünf Objekten stellten die Ermittler rund 300 Gramm Kokain, etwa ein Kilogramm Amphetamin, rund drei Kilogramm Cannabis sowie Ecstasy, Bargeld und Waffen sicher. Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei betonen, dass der Handel mit Betäubungsmitteln konsequent verfolgt werde – insbesondere dann, wenn Kinder und Jugendliche betroffen sind. Die Ermittlungen dauern an.