200.000 Euro Schaden nach Lkw-Unfall – Nach dem schweren Lkw-Unfall auf der A73 bei Dörfles-Esbach hat die Polizei jetzt Einzelheiten bekannt gegeben. Demnach hatte ein 25-jähriger Thüringer am Vormittag bei einer Wanderbaustelle kurz vor der Anschlussstelle Neustadt bei Coburg aus Unachtsamkeit ein Sicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei übersehen. Beim Ausweichversuch prallte der Anhänger des Lkw gegen den Warnleitanhänger, der komplett zerstört wurde. Der Lkw kippte um und schlitterte noch bis zur Mittelschutzplanke. Der Lkw-Fahrer und ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei wurden verletzt, der Schaden liegt laut Polizei bei über 200.000 Euro. Rund 45 Einsatzkräfte waren im Einsatz, die Bergungsarbeiten dauern an. Die Fahrbahn in Richtung Suhl der A73 bleibt voraussichtlich noch bis 18.00 Uhr voll gesperrt.
Der Bericht der Polizei:
Dörfles-Esbach/A73: Ein enormer Sachschaden sowie eine Vollsperrung der Autobahn sind das Resultat eines Verkehrsunfalls am heutigen Mittwochvormittag auf der A73. Gegen 10:30 Uhr fuhr ein 25-jähriger Thüringer mit seinem mit Kunststoffschrott beladenen Lkw-Zug auf der Autobahn in Richtung Suhl. Auf Höhe der Anschlussstelle Neustadt b. Coburg befand sich zu diesem Zeitpunkt eine Wanderbaustelle, die durch die Autobahnmeisterei mittels eines auf dem Seitenstreifen fahrenden Lkw mit Absicherungsanhänger abgesichert wurde. Offenbar bedingt durch mangelnde Aufmerksamkeit registrierte der 25-Jährige das Absicherungsfahrzeug zu spät und streifte beim Ausweichversuch mit der rechten Seite seines Lkw den Warnleitanhänger. Anschließend prallte auch der Anhänger seines Lkw gegen die Absicherung, wobei der Warnanhänger komplett zerstört und zudem noch der Kipperaufbau des davor befindlichen Lkw der Autobahnmeisterei abgerissen wurde.
Bedingt durch die Wucht des Aufpralls kippte der Lkw des Verursachers anschließend auf die linke Seite und schlitterte bis zur Mittelschutzplanke, wo er schließlich zu Stillstand kam. Der Lkw-Fahrer war zunächst kurzzeitig in seinem Führerhaus eingeklemmt, konnte aber nach wenigen Minuten durch Polizeikräfte aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er erlitt zum Glück nur mittelschwere Verletzungen in Form einer Platzwunde und diversen Prellungen, wurde aber vorsorglich zur Durchführung weiterer Untersuchungen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Der Fahrer des Absicherungs-Lkw, ein 24-jähriger Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, kam ebenfalls mit einem „blauen Auge“ davon, da er lediglich ein Schleudertrauma und kleinere Schürfwunden zu beklagen hatte. Auch er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert.
Wesentlich erheblicher stellte sich das Schadensausmaß an den beteiligten Fahrzeugen dar. Sowohl der Lkw-Zug des Verursachers, als auch das Absicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei wurden so massiv deformiert, dass ohne Weiteres von mehr als 200000 Euro Sachschaden ausgegangen werden kann.
Angrenzende Feuerwehren waren mit rund 45 Einsatzkräften vor Ort, um erforderliche Absicherungs-, Rettungs- und Bergungsmaßnahmen durchzuführen.
Für die Bergung der beschädigten Fahrzeuge forderten die aufnehmenden Beamten der Verkehrspolizei Coburg eine Spezialfirma mit Kran und anderem schweren Gerät an.
Nach aktueller Einschätzung der Lage ist die Nordfahrbahn der Autobahn im Bereich der Unfallstelle noch bis ca. 18:00 Uhr voll gesperrt, der Verkehr wird durch die Straßenmeisterei an der Anschlussstelle Rödental ausgeleitet.
Weitere Ermittlungen zum Unfallgeschehen führen nun Spezialisten der Verkehrspolizeiinspektion Coburg.