Falsche E-Mail vom Chef: neue Betrugsmasche

29. August 2025 , 16:29 Uhr

Die IHK zu Coburg warnt vor einer Welle des sog. CEO-Fraud. Dabei geben sich Wirtschaftskriminelle in E-Mails als Geschäftsführer aus und fordern Mitarbeiter – meist in der Buchhaltung oder der Verwaltung – auf, hohe Geldsummen an einen angeblichen IT-Dienstleister im Ausland zu überweisen. Dabei verweisen die angeblichen Chefs auf Geheimhaltung, oft wird ein hoher Zeitdruck aufgebaut. Die IHK warnt, dass die Angriffe oft schwer erkennbar sind und echt wirken. Firmen sollten ihre Beschäftigten sensibilisieren und Kontrollmechanismen aufbauen, denn der Schaden für betroffene Unternehmen kann enorm sein. Angegriffen werden große Unternehmen ebenso wie mittelständische Betriebe – vor allem, wenn internationale Überweisungen üblich sind.

 

Die IHK zu Coburg empfiehlt Unternehmen daher folgende Schutzmaßnahmen:

• Sensibilisierung der Beschäftigten für verdächtige Zahlungsanweisungen,

insbesondere bei ungewöhnlichem Druck oder

Geheimhaltungsforderungen.

• Prüfung der Absenderadresse und Rückruf bei der Geschäftsleitung über

bekannte, offizielle Telefonnummern – niemals über die in der E-Mail

angegebenen Kontakte.

• Mehr-Augen-Prinzip bei hohen Überweisungen und klare interne

Freigabeprozesse.

• Restriktiver Umgang mit geschäftlichen Informationen in sozialen

Netzwerken und auf Firmenwebsites.

• Vereinbaren klarer Abwesenheits- und Vertretungsregelungen, damit

derartige E-Mails frühzeitig verifiziert werden können.

Unternehmen, die verdächtige E-Mails erhalten oder bereits betroffen sind, sollten

umgehend reagieren: keine Zahlungen leisten, Vorfall dokumentieren, zuständige

Polizeidienststelle sowie das Bayerische Landeskriminalamt (089/1212-0) oder

das Cyber-Allianz-Zentrum des Bayerischen Verfassungsschutzes (089/31201-

222) informieren.

Weitere Informationen bietet auch das Cyber-Incident-Response-Team (CIRT) der

oberfränkischen Kriminalpolizeibehörden und der oberfränkischen

Wirtschaftskammern: www.ihk.de/coburg/beratung-und-service/it-sicherheit/cirt

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Betroffene können sich außerdem wenden an Frank Jakobs unter Telefon 09561

7426-0, E-Mail: jakobs@coburg.ihk.de

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