2. Fußball-Bundesliga

DFB-Präsident Neuendorf und DFL verurteilen Krawalle

06. April 2026 , 13:28 Uhr

Nach den Krawallen bei Dynamo gegen Hertha zeigen sich DFB-Präsident Neuendorf und die Deutsche Fußball Liga entsetzt. Eine schnelle Aufarbeitung muss es laut DFL im Sinne aller 36 Proficlubs geben.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und DFB-Präsident Bernd Neuendorf haben die Krawalle beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC in großer Deutlichkeit verurteilt. «Die einzigartige Fankultur in Deutschland gerät durch Gewalttäter wie beim Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC in Verruf. Die Szenen, die wir am vergangenen Samstag im Rudolf-Harbig-Stadion erleben mussten, sind vollkommen indiskutabel», sagte Neuendorf der Deutschen Presse-Agentur. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bunds habe die Ermittlungen inzwischen aufgenommen.

Ähnlich deutlich wie Neuendorf äußerte sich die DFL. «Diese Krawalle haben nichts mit Fankultur zu tun. Wir setzen uns seit Monaten für sinnvolle und vertretbare Sicherheitsmaßnahmen ein, um die hohe Sicherheit in den Stadien zu stärken und die positive Fankultur zu wahren. Diese Vorfälle gefährden Fankultur und den gesamten Fußball.»

Eine schnelle und konsequente Aufarbeitung der Geschehnisse sei daher geboten und im Sinne aller 36 Clubs, die gemeinsam den deutschen Profifußball ausmachen, hieß es vom Ligaverband weiter. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hatte von «einem Skandalspiel» gesprochen. Zudem sagte er, der Charakter der nächsten Innenministerkonferenz werde «auch maßgeblich davon geprägt sein, wie drakonisch die Konsequenzen sind, die aus diesen Krawallexzessen gezogen werden».

Mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren

Beim Spiel zwischen Dynamo und der Berliner Hertha war im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion von beiden Fanlagern zunächst Pyrotechnik gezündet worden. Danach kletterten Fans über die Zäune. Dresdner Anhänger rannten vermummt entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock und entwendeten dort eine Gäste-Fahne. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen.

Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Begegnung nach anfänglichem Abbrennen von Pyrotechnik ein zweites Mal unterbrechen und schickte die Teams in die Kabine. Polizisten versuchten, das Geschehen in den Griff zu bekommen. Die Polizei in Dresden hat mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Quelle: dpa

 

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