Im ehemaligen Krankenhaus in Neuhaus am Rennweg wird keine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. Das hat Landrat Robert Sesselmann nach einer Prüfung verschiedener Möglichkeiten entschieden. Zuletzt hatten entsprechende Überlegungen für viel Diskussion gesorgt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag waren rund 600 Menschen zusammengekommen. Als Gründe gegen den Standort nennt der Landkreis unter anderem die Entfernung zur Kreisverwaltung, zur Polizei und zu Beratungsstellen. Auch der Widerstand aus der Bevölkerung sei in die Entscheidung eingeflossen. Stattdessen soll nun geprüft werden, ob Flüchtlinge stärker dezentral in privaten Wohnungen untergebracht werden können. Möglichkeiten in kommunalen Wohnungen seien nach einer Beratung mit den Bürgermeistern eher gering. Außerdem wird geprüft, ob die drei bestehenden Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis weiter wirtschaftlich betrieben werden können. Am Abend will Sesselmann ab 18.30 Uhr im Bürgerbüro in Neuhaus am Rennweg über die Entscheidung informieren.