Fußball-Bundesliga

«Immer weiter»: Olise wehrt große Bayern-Panne vor Paris ab

02. Mai 2026 , 19:28 Uhr

Der 1. FC Heidenheim steht in seinem 100. Bundesligaspiel lange vor einem Megasieg im Abstiegskampf. Die Bayern rotieren in ihrer großen Champions-League-Woche und retten am Ende noch ein 3:3.

Nach dem zumindest noch kleinen Happy End durch das ganz späte Tor von Michael Olise tief in der Nachspielzeit schwörten die Bayern-Fans ihre Fußball-Lieblinge sofort auf das große Rückspiel-Highlight gegen Paris Saint-Germain ein. Das 3:3 (1:2) gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim, dem am Sonntag als Zuschauer auf der heimischen Couch der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga droht, war beim deutschen Meister ganz schnell abgehakt. 

«Das war sicherlich nicht unser bestes Spiel. Aber das spielt keine Rolle für die Champions League», verkündete Joshua Kimmich. Das Selbstvertrauen für den Halbfinal-Kracher am kommenden Mittwoch, in dem die Bayern nach dem 4:5-Spektakel in Paris in der Allianz Arena gewinnen müssen, um ins Finale am 30. Mai in Budapest zu kommen, hat auch durch schon wieder drei Gegentore nicht großartig gelitten. 

«Da mache ich mir keine Gedanken», sagte Sportvorstand Max Eberl. Und Trainer Vincent Kompany betonte mit Blick auf den späten Ausgleich: «Der Pluspunkt bleibt, dass die Mannschaft immer, immer, immer weitermacht. Jetzt ist dieses Spiel vorbei. Alle sind fit, das wollten wir. Jetzt geht der Fokus auf Paris.» Und dafür habe die Heidenheim-Partie «wenig Relevanz«, meinte Kimmich.

Heidenheim kann am Sonntag absteigen

Der zur Pause gemeinsam mit den bis dahin ebenfalls geschonten Harry Kane, Luis Díaz und Kimmich eingewechselte Flügelstürmer Olise bewahrte die Bayern in der zehnten Minute der Nachspielzeit bei der quasi letzten Akltion vor einer Panne vor Paris. Der Schuss des Franzosen prallte vom Pfosten an den Rücken von Heidenheims Torwart Diant Ramaj und kullerte über die Linie. 

«100. Bundesligaspiel für Heidenheim – und 100. Minute der Ausgleich, das hätten wir gerne vermieden», stöhnte Frank Schmidt. Der Heidenheimer Langzeit-Trainer machte seiner Mannschaft trotzdem «ein Riesenkompliment». Selbst in der Pressekonferenz eine Stunde nach dem Spiel war ihm noch nicht bewusst, dass schon am Sonntag der Abstieg rechnerisch besiegelt wäre, wenn St. Pauli (gegen Mainz) und Wolfsburg (in Freiburg) jeweils gewinnen sollten. «Schauen wir mal, was der Punkt noch wert ist», meinte Schmidt. Er werde sich die Partien der Konkurrenten nicht im TV anschauen. 

Doppelpacks von Goretzka und Siwsiwadse

Schmidts Mannschaft war einem Sensationssieg weit über die 90. Minute hinaus ganz nahe. Der Tabellenletzte führte durch Budu Siwsiwadse (22./76. Minute) und Eren Dinkçi (31.) mit 2:0 und 3:2. Doch die Bayern kamen – auch mit der Qualität von der Bank – wie eine Woche zuvor beim 4:3 nach 0:3 in Mainz erneut zurück, wenn es auch diesmal nur zu einem Unentschieden reichte.

Vor Olise war Nationalspieler Leon Goretzka zweimal erfolgreich für die Bayern. Erst traf der 31-Jährige mit einem wunderbaren Freistoß (44.) zum 1:2. Dann erzielte er nach einer Ecke mit einem eingesprungenen Volleyschuss das 2:2 (57.). Kimmich verpasste bei einem Lattentreffer das mögliche 3:2 (67.). 

Kompany rühmte die Heidenheimer und seinen Trainer-Kollegen Schmidt für die Moral im Abstiegskampf, der schon vor Wochen verloren schien. «Eine solche Leben-oder-Tod-Situation gibt einem Gegner manchmal unglaubliche Kräfte», sagte der Bayern-Coach. Für ihn geht es am Mittwoch gegen Paris um alles. 

Quelle: dpa

 

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