Rüstungsindustrie

Getriebehersteller Renk dank Rüstung mit Rekordumsatz

05. März 2026 , 11:20 Uhr

Renk profitiert von der starken Nachfrage nach Rüstungsgütern und meldet für 2025 Rekordwerte bei Umsatz und Aufträgen. Die Dividende für Aktionäre steigt daher ebenfalls deutlich.

Die hohe Rüstungsnachfrage hat dem Panzergetriebehersteller Renk 2025 Rekorde bei Umsatz und Neugeschäft beschert. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Jahr davor um knapp ein Fünftel auf 1,37 Milliarden Euro, wie das Augsburger Unternehmen mitteilte. Dabei war das Rüstungsgeschäft der Wachstumstreiber. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz auf über 1,5 Milliarden Euro steigen.

Renk stellt Antriebstechnik für Militärfahrzeuge und die Marine, aber auch für die zivile Schifffahrt und die Industrie her. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg von rund 103 auf 142 Millionen Euro. Aktionäre sollen vom Gewinnanstieg profitieren und mit 0,58 Euro eine um 38 Prozent höhere Dividende erhalten.

Weiterhin hoher Auftragsbestand

Im vergangenen Jahr erhielt die Renk neue Aufträge im Wert von 1,57 Milliarden Euro. Dabei hatte das Unternehmen Ende 2025 einen Rekordauftragsbestand von knapp 6,7 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor waren es knapp 5,0 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte früher schon bekanntgegeben, dass bis zum Jahr 2030 ein Konzernumsatz von etwa drei Milliarden Euro pro Jahr angepeilt wird.

Die Renk Group AG hat elf Werke im In- und Ausland und beschäftigt rund 4.400 Mitarbeiter. Wegen der erhöhten Nachfrage hatte das Unternehmen im Stammwerk in Augsburg im vergangenen Jahr die Produktion umstrukturiert, um mehr Aufträge abarbeiten zu können.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

25.02.2026 Haushaltsausschuss billigt Kamikazedrohnen für Bundeswehr Die Bundeswehr kann beim Einsatz unbemannter Waffensysteme ein neues Kapitel aufschlagen. Aus dem Bundestag kommt - allerdings mit Auflagen - die nötige Zustimmung für Drohnen mit Gefechtskopf. 13.02.2026 Deutsch-ukrainische Drohnenproduktion für die Front startet In der Ukraine leidet die Drohnenproduktion unter russischen Angriffen. Nun übernimmt erstmals ein deutsch-ukrainisches Gemeinschaftsunternehmen die Massenfertigung. 12.02.2026 Deutschland will billige Kampfdrohnen beschaffen Deutschland und weitere Nato-Länder planen die Beschaffung günstiger Kampfdrohnen. Hintergrund sind Lehren aus dem Ukraine-Krieg. 12.02.2026 Helsing und Hensoldt vereinbaren strategische Partnerschaft Künstliche Intelligenz trifft Hightech-Sensorik: Das geplante unbemannte Kampfflugzeug CA-1 Europa soll in einer Kooperation von zwei deutschen Unternehmen geschaffen werden.