Gesundheitspolitik

Holetschek: Numerus clausus für Medizinstudium abschaffen

12. April 2026 , 14:17 Uhr

Ärztemangel ist nicht nur auf dem Land ein Problem. CSU-Politiker Holetschek sieht eine Ursache in der Zugangsbeschränkung beim Studium.

In der Abschaffung des Numerus Clausus (NC) beim Medizinstudium sieht der CSU-Politiker Klaus Holetschek eine Möglichkeit, dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Der «Allgäuer Zeitung» sagte er, der Numerus Clausus als Zugangsvoraussetzung sei nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen sollte ein System etabliert werden, in dem beispielsweise Leistungstests eine größere Rolle spielen.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Landtag verwies auf Fördermöglichkeiten durch den Freistaat, die ein Medizinstudium attraktiver machen sollen. So würden Stipendien für junge Leute zur Verfügung gestellt, «die im Ausland studieren, aber die Verpflichtung eingehen, sich später bei uns niederzulassen». 

Der Numerus Clausus beschränkt in Deutschland notenabhängig den Zugang zum Medizinstudium und stellt für viele Abiturienten eine hohe Hürde dar.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

19.04.2026 Erster G9-Jahrgang beginnt mit Abiturprüfungen Die Lehrkräfte müssen heuer wieder mehr Einzeltische in die Turnhallen schleppen: Nach den «ausgefallenen» Prüfungen 2025 geht nun der erste G9-Jahrgang an den Start. Was beim Abitur jetzt anders ist. 30.03.2026 Soziale Arbeit: Mehr Nachwuchs, aber Sorge um Finanzierung Bayern schafft mehr Studienplätze für Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik. Doch Verbände warnen: Soziale Angebote sind zunehmend von mangelnder Finanzierung bedroht. 23.04.2026 Girls' und Boys' Day – noch zeitgemäß? Ein Beruf ist typisch Frau oder typisch Mann? Genau dieses Denken soll der Girls' und Boys' Day eigentlich überwinden – ist aber dennoch geschlechtergetrennt aufgebaut. Ist das noch der richtige Weg? 22.04.2026 Nobelpreisträgerin Nüsslein-Volhard: «In Bio nur eine Zwei» Nobelpreisträgerin Nüsslein-Volhard bekam bei der Abi-Prüfung in Biologie «nur eine Zwei». Warum sie das bis heute erstaunt – und was sie über die Wertschätzung der Naturwissenschaften denkt.