Hoch angereichertes Uran

IAEA: Iran verweigert Kooperation mit Atominspektoren

01. September 2026 , 20:00 Uhr

Der Krieg zwischen Iran und USA eskaliert erneut. Auch von den UN-Atomwächtern kommen keine guten Nachrichten: Teheran gibt keine Informationen über sein Nuklearprogramm preis.

Der Iran lässt UN-Atomwächter weiter über seine umstrittenen Uran-Bestände im Dunkeln. Teheran habe sich auch in den vergangenen Monaten geweigert, mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu kooperieren, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi in einem nicht öffentlichen Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Die Islamische Republik habe der IAEA in Wien weiterhin keine Informationen zu den etwa 440 Kilogramm an beinahe waffentauglichem Uran im Land geliefert, hieß es. Nach Angaben von Experten reicht die Menge für mehrere Atomwaffen aus, wenn der Reinheitsgrad des hoch angereicherten Materials noch etwas weiter erhöht würde. Die Inspektoren der IAEA haben derzeit auch keinen Zugang zu den mehr als 20 Standorten des iranischen Atomprogramms. Teheran bestreitet, Nuklearwaffen bauen zu wollen.

Zerstörte Atomanlagen

Im Zuge des Iran-Kriegs haben die Vereinigten Staaten und Israel zahlreiche Atomanlagen in der Islamischen Republik angegriffen und schwer beschädigt. Teheran reagierte unter anderem mit einer Blockadehaltung gegenüber der IAEA.

Die Vereinigten Staaten und der Iran hatten im Juni ein Rahmenabkommen geschlossen, um den Krieg zu beenden und den Weg für weitere Verhandlungen zu ebnen. Darin wurden auch angekündigt, dass das hoch angereicherte Uran unter Aufsicht der IAEA verdünnt werden könnte. Daraus wurde bislang nichts. 

Seit Juni haben Washington und Teheran einander Verstöße gegen das Rahmenabkommen vorgeworfen. In den vergangenen Tagen ist der Iran-Krieg erstmals seit Wochen wieder mit gegenseitigen Angriffen eskaliert.

Quelle: dpa

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