In Oberfranken sind seit 2019 mehr als 15.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen. Das teilt die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth mit. Allein von 2024 auf 2025 wurden demnach 3.764 Stellen abgebaut. IHK-Präsident Dr. Michael Waasner warnt vor einer fortschreitenden Deindustrialisierung der Region. Mit rund 121.500 Beschäftigten habe das Verarbeitende Gewerbe inzwischen einen historischen Tiefstand erreicht. Gründe seien unter anderem schwierige Standortbedingungen, unsichere Weltmärkte und die Krise der deutschen Autoindustrie. Waasner fordert deshalb schnelle Reformen – etwa weniger Bürokratie, niedrigere Kosten für Unternehmen und mehr Investitionen in Infrastruktur. Deutschland brauche jetzt eine wirtschaftliche Reformagenda für mehr Wachstum.