Ab Mai

Italienischer Schnellzug für Tests in Deutschland unterwegs

08. April 2026 , 04:00 Uhr

Schnellzüge in Deutschland sind meistens ICE, mit Glück bekommen Bahnenthusiasten vielleicht noch einen französischen TGV zu sehen - zumindest bislang. Ab Mai kommt ein feuerroter Zugtyp hinzu.

Der italienische Schnellzug Frecciarossa 1000 wird ab Mai für Probefahrten in Deutschland unterwegs sein. Die Testfahrten sind Teil eines Zulassungsprozesses der Hersteller Hitachi und Alstom. Denn zum Fahrplanwechsel im Dezember soll der Zugtyp auf den neuen Direktverbindungen München – Mailand und München – Rom eingesetzt werden.

«Nach ersten Probefahrten im italienischen Netz im Jahr 2025 wurde kürzlich der erste umgerüstete Frecciarossa 1000 über den Brenner nach Deutschland überführt», sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Dort erfolgen zahlreiche technische Tests an den Fahrzeugen. Im Mai 2026 starten wir dann mit umfangreichen Probefahrten in Deutschland und Österreich.» Genauere Angaben, wo Probefahrten stattfinden, machte die DB zunächst nicht. 

Zunächst soll es je eine Verbindung pro Tag geben. Die Strecke München-Mailand wird rund sechseinhalb Stunden, die Strecke München-Rom etwa achteinhalb Stunden lang dauern. Damit würden Reisende im Vergleich zur aktuellen Fahrtzeit samt Umstiegen auf dem Weg nach Mailand nach früheren Angaben der Bahn gut 75 Minuten sparen. Nach Rom werde die Fahrt 45 Minuten kürzer. 

Am Ende sollen täglich fünf Hin- und Rückfahrten zwischen Deutschland, Österreich und Italien angeboten werden. Perspektivisch soll das Angebot schrittweise bis nach Berlin beziehungsweise Neapel ausgeweitet werden. Mit der für Ende 2032 geplanten Eröffnung des Brenner-Basistunnels werden sich die Fahrtzeiten voraussichtlich noch mal um etwa eine Stunde verkürzen.

Der Frecciarossa 1000 (dt.: roter Pfeil) kann theoretisch bis zu 400 Kilometer pro Stunde erreichen. Zumindest in Italien gibt es zudem nicht nur zwei Klassen – dort können Fahrgäste zwischen Standard, Premium, Business und Executive wählen.

Quelle: dpa

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