CSU-Nachwuchs

Junge Union Oberbayern fordert Deutschkurse in den Ferien

05. Mai 2026 , 17:07 Uhr

Wer die deutsche Sprache nicht gut genug beherrscht, muss an Bayerns Schulen in Deutschkurse gehen. Der Jungen Union geht das nicht weit genug. Sie bringt auch finanzielle Druckmittel ins Spiel.

Die Junge Union fordert verpflichtende Deutschkurse für alle Schüler mit festgestellten Sprachdefiziten. Es brauche eine «Ausweitung verpflichtender, standardisierter Sprachstandserhebungen bis einschließlich der Mittelstufe, ein verbindliches Förderkonzept für Schülerinnen und Schüler mit festgestellten Defiziten, die Teilnahme an intensiven Deutsch-Förderkursen
von mindestens drei Wochen in den Schulferien sowie klare Konsequenzen bei Nichtteilnahme», heißt es in der «Obinger Erklärung» der Jungen Union Oberbayern. «Wer kein Deutsch kann, hat in der Schule keine Chance. Der Staat darf das nicht hinnehmen.»

Bußgeld bei unentschuldigtem Fernbleiben von Deutschkursen

Die Forderung der CSU-Jugend zu den Sprachkursen geht noch weiter. «Wer unentschuldigt fernbleibt, begeht eine Schulpflichtverletzung, die mit einem Bußgeld zu ahnden ist. Denn Förderung ohne Verbindlichkeit ist wirkungslos. Wer Chancen will, muss Pflichten akzeptieren», heißt es weiter in der Erklärung.

«Bildung ist Bayerns wichtigster Rohstoff – aber er wächst nicht von selbst. Gute Bildung braucht klare Erwartungen, Leistungsbereitschaft und einen Staat, der hinschaut, eingreift und konsequent handelt, statt Defizite schönzureden», sagte der JU-Bezirksvorsitzende Josef Rohrmoser.

Ruf nach mehr Schulpsychologen und Sportunterricht

In ihrer Erklärung fordert die JU ferner das sofortige Ende sachgrundloser, automatischer altersabhängiger Stundenreduzierungen sowie die Stärkung verbindlicher Leistungsmaßstäbe in allen Schularten. Auch die Schülergesundheit nimmt die Junge Union in den Fokus: So fordert sie etwa eine Stärkung der Schulpsychologie mitsamt niederschwelliger, digitaler Terminvergabe, eine Ausweitung von Sportunterricht und Bewegungsangeboten an den Schulen sowie mehr ökologische Waren in Schulmensen und -kiosken.

Quelle: dpa

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