2. Fußball-Bundesliga

Klose will weiter Gas geben: «Rückenlehne nicht nach hinten»

09. April 2026 , 14:52 Uhr

Eine Woche nach den Ausschreitungen in Dresden gastiert Dynamo beim 1. FC Nürnberg. Trainer Miroslav Klose findet klare Worte für die Krawalle. Für den Endspurt gibt er Ziele vor.

Miroslav Klose weiß um die Brisanz des kommenden Heimspiels. Der 1. FC Nürnberg empfängt in einer Hochrisikopartie am Samstag (13.00 Uhr/Sky) in der 2. Fußball-Bundesliga Dynamo Dresden. Und das nur wenige Tage nach den Krawallen in der sächsischen Landeshauptstadt.

Der Weltmeister von 2014 fand klare Worte für die Ausschreitungen. «Das sind Fußball-Chaoten. Wir müssen an die denken, die den Sport genauso lieben wie wir. Verrückte gibt es überall und die gibt es auch im Fußball, aber da müssen wir zusammen schauen, dass wir die eingrenzen», sagte der Trainer der Nürnberger vor dem 29. Spieltag.

Klose erinnert an seine Jugend

Vor knapp einer Woche war im Zweitligaspiel zwischen Dynamo und Hertha BSC (0:1) im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion von beiden Fanlagern zunächst Pyrotechnik gezündet worden. Danach kletterten Fans über die Zäune. Dresdner Anhänger rannten vermummt zum Hertha-Block. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen. Der Schiedsrichter musste die Begegnung unterbrechen.

Klose erinnerte daran, dass er Kinder habe und wie gerne er «damals als Jugendlicher ins Stadion gegangen» sei. Positive Emotionen hätten ihn dann auch dazu gebracht, selbst Profi werden zu wollen. «Das ist für uns alle, die den Fußball lieben, schlecht, solche Bilder zu sehen», kritisierte er.

Negative Gedanken will der frühere Nationalspieler aber nicht zulassen. Er rechnet im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Sachsen auch nicht mit einer Wiederholung der Vorfälle. «Davon gehe ich nicht aus. Ich bereite die Spieler auch nicht darauf vor, weil du so etwas nicht planen kannst», antwortete Klose auf die Frage, ob er seine Spieler auf Unterbrechungen wegen möglicher Ausschreitungen gefasst mache.

Die Partie ist als Hochrisikospiel eingestuft. Das Stadion ist damit bereits mit knapp 45.000 Zuschauern ausverkauft, darunter 8.620 aus Dresden. So will man zwischen den rivalisierenden Fanblöcken Pufferzonen haben.

Nzingoula macht Klose Lust auf mehr

Die Nürnberger wollen im Endspurt noch mal Gas geben. «Natürlich haben wir uns intern Ziele gesetzt», betonte Klose. «Wir wollen diese sechs Spiele anders bestreiten als im letzten Jahr.» In der vergangenen Saison hatten die Franken aus ihren letzten sechs Partien nur sieben Zähler geholt. «Wir wollen weiter Punkte sammeln. Die Rückenlehne geht nicht nach hinten, das lasse ich nicht zu», sagte der Weltmeister von 2014.

Damit es nun mehr Punkte werden, soll auch Rabby Nzingoula weiter Gas geben. Der defensive Mittelfeldspieler feierte vor einer Woche beim 1:1 gegen Eintracht Braunschweig seine Torpremiere für den FCN.

Die Leihgabe von Racing Straßburg bringt Klose ins Schwärmen. «Er macht eine fantastische Entwicklung durch», lobte der frühere Weltklassestürmer den Franzosen. «Hindern werde ich ihn nicht. Wenn er Lust hat Tore zu schießen, darf er das weiterhin machen.»

Quelle: dpa

 

Das könnte Dich auch interessieren

11.04.2026 Dresden gegen Nürnberg: 200 Fans treffen sich zu Prügelei Erst vergangenes Wochenende gibt es bei einem Spiel von Dynamo Dresden Ausschreitungen. Nun kommt es erneut zu einem gewaltsamen Aufeinandertreffen zweier Fanlager. Und erneut sind Dresdner dabei. 09.04.2026 Dynamo-Coach Stamm: «Dürfen Überzeugung nicht verlieren» Nach den Fußball-Krawallen im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion spielt Dynamo nun beim Club in Nürnberg. Die Statistik spricht gegen die Elbestädter, die aktuelle Situation auch. 12.04.2026 Angefressener Klose klagt seine Spieler an: «Viel zu träge» Das 0:2 gegen Dynamo Dresden ist für Miroslav Klose nicht akzeptabel. Der Nürnberger Trainer prangert im Saisonendspurt die Art und Weise an. 11.04.2026 «Extrem sauer»: Nürnberger Frust nach Heimniederlage Das Hochrisikospiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Dynamo Dresden verläuft im Stadion stimmungsvoll und ohne Zwischenfälle. Die Gäste jubeln - und die «Club»-Profis sind nach dem 0:2 bedient.