Coburg:
Die Wirtschaft im Raum Coburg zeigt zum Jahresanfang 2026 erste, vorsichtige Anzeichen einer Erholung. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK zu Coburg hervor. Der Konjunkturklimaindex ist um neun Punkte gestiegen und liegt erstmals seit fast drei Jahren wieder über der Neutralmarke von 100. Allerdings müsse man genauer hinschauen, so die Kammer. Die Gesamtlage bleibe angespannt und verharre auf einem niedrigen Niveau. So bewerten 26 Prozent der befragten Coburger Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 24 Prozent als schlecht. Auch bei den Erwartungen halten sich Optimisten und Pessimisten fast die Waage. IHK-Präsident Engel sieht zwar Lichtblicke, warnt aber vor verfrühtem Optimismus. Hohe Arbeits- und Energiekosten sowie Bürokratie gelten weiterhin als größte Risiken für die regionale Wirtschaft. Eine gute Nachricht ist für ihn ist aber, dass das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien nun in greifbare Nähe rückt.
Oberfranken:
Die Konjunktur in Oberfranken kommt zum Jahresstart 2026 nicht vom Fleck. Das zeigt die aktuelle Umfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth. Der Konjunkturklimaindex steigt nur leicht auf 95 Punkte und bleibt damit unter der 100er-Marke. IHK-Präsident Michael Waasner spricht von „eisigem Gegenwind“ für die Unternehmen. Industrie, Handel und Tourismus bleiben besonders unter Druck, nur der Dienstleistungssektor zeigt sich stabiler. 25 Prozent der Betriebe bewerten ihre Lage positiv, 27 Prozent negativ. Auch der Ausblick bleibt verhalten: Nur 16 Prozent rechnen mit besseren Geschäften. Hohe Arbeitskosten, Steuerlast und Wirtschaftspolitik gelten als größte Bremsfaktoren.