In Tiefflugzone

Lärm von Militärfliegern versetzt Grundschüler in Aufregung

06. März 2026 , 15:15 Uhr

Seit einiger Zeit darf die Luftwaffe in einem Teil Bayerns für Übungen besonders tief fliegen - was entsprechend Lärm verursacht. Das bekam jetzt ein Ort in Schwaben zu spüren.

Drei Flugzeuge der Luftwaffe haben Grundschüler in einem Ort in Schwaben derart in Aufregung versetzt, dass ihre Eltern sie früher vom Unterricht abholen durften. Lehrkräfte hätten die verunsicherten Kinder an der Schule in Wemding (Landkreis Donau-Ries) nach dem Vorfall am Freitagvormittag gegen 10.30 Uhr betreut, sagte eine Polizeisprecherin. 

Bei der örtlichen Polizeiinspektion hätten sich Anrufer erkundigt, was der Grund für den lauten Flug war. Ob manche Eltern ihre Schüler tatsächlich früher aus dem Unterricht holten, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen.

Laut Polizei handelte es sich um einen angemeldeten Trainingsflug der Luftwaffe. Gefahr habe zu keiner Zeit bestanden. Auch auf der Plattform X machte die Polizei darauf aufmerksam. Wemding liegt innerhalb einer speziellen «Low Flight Area», in der Bundeswehr-Piloten für Übungen für kurze Zeit besonders tief, bis auf knapp 80 Meter über dem Erdboden, fliegen dürfen. 

Seit einer Erlaubnis des Bundesverteidigungsministeriums im vergangenen Jahr sind solche Flüge wieder erlaubt. Als Grund nannte die Bundeswehr damals die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa, in der das Üben der Bündnisverteidigung wieder wichtiger geworden sei. Die Flüge würden deutlich stärker wahrnehmbar sein, teilte die Bundeswehr in dem Zusammenhang mit. Im Kalten Krieg waren solche tiefen Flüge bundesweit erlaubt.

Quelle: dpa

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