Die Firma Hoffmann aus dem Landkreis Hof (Schwarzenbach an der Saale) hat erneut Schwierigkeiten mit der Justiz. Letztes Jahr war dem Mineralölunternehmen vorgeworfen worden, Schmieröl statt Diesel verkauft und Steuerbetrug begangen zu haben. Jetzt teilt Hoffmann mit, dass der Geschäftsbetrieb wegen staatsanwaltschaftlicher Maßnahmen eingeschränkt ist. Aktuell bleiben die Tankstellen geöffnet, solange die Lagerbestände gefüllt sind. Pellets werden weiter ausgeliefert. Die Ermittlungen laufen diesmal über die Europäische Staatsanwaltschaft. Die ist einem internationalen Netzwerk auf der Spur, das Designerkraftstoffe vertrieben und so Steuern umgangen haben soll. Über Polen sollen die Kraftstoffe als Schmieröl deklariert nach Deutschland gekommen sein. Weil die Herkunft der Produkte nicht mehr nachvollziehbar ist, kann so die Energiesteuer umgangen werden. Von 66 Millionen Euro nicht abgeführter Mehrwertsteuer und 137 Millionen Euro an hinterzogenen Verbrauchersteuern ist die Rede. Und: Von zwei Tatverdächtigen, die in Haft sind. Dabei handelt es sich um die beiden Firmenchefs.