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Lindner über den Alltag mit Kleinkind: Nicht nur stressfrei

20. April 2026 , 01:01 Uhr

Seine Tochter sei eine «zauberhafte Bereicherung» für sein Leben, erzählt Vater und Ex-Finanzminister Christian Lindner. Doch Familie und Karriere zu vereinbaren, sei nicht immer leicht.

Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner hat über die Herausforderung gesprochen, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. «Wer behauptet, Baby plus Business sei problemlos vereinbar, macht den Leuten ein X für ein U vor», sagte Lindner der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Lindner (47) und seine Frau, die Journalistin und Unternehmerin Franca Lehfeldt (36), sind seit April 2025 Eltern einer Tochter. 

Auf die Frage, wie er den Alltag mit Kind organisiere, antwortete Lindner: «Es wäre falsch, zu sagen, dass es stressfrei ist. Meine Frau ist ebenfalls Unternehmerin, und ich habe Aufgaben, die mehr als einen Vollzeitjob ausmachen.» 

Nach dem Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2025 hatte sich Lindner, der über ein Jahrzehnt Bundesvorsitzender der FDP war, aus der Politik zurückgezogen. Er arbeitet mittlerweile in der Autobranche, als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG. Die Firma ist nach eigenen Angaben der größte markenunabhängige Automobilhandelskonzern Deutschlands. Die Firmenzentrale liegt in Sandersdorf-Brehna in Sachsen-Anhalt.

Lindner: Tochter ist «eine zauberhafte Bereicherung»

Die Geburt seiner Tochter vor einem Jahr habe seine Prioritäten verändert, so Lindner. In den letzten Jahrzehnten habe er viel in Kauf genommen, um Ämtern gerecht zu werden. «Da ist meine Abwägung heute eine andere. Mit Kind kommt Familie zuerst.» Spitzenpolitik hingegen sei – so wie er sie betrieben habe – mit Familie nicht vereinbar.

Lindner sieht seine Tochter als «eine zauberhafte Bereicherung» für sein Leben. Sinnfragen stellten sich mit Kindern nicht mehr, so Lindner. «Die bedingungslose Liebe zu einem kleinen Menschen ist kein Tauschgeschäft, sondern für mich der Sinn des Lebens an sich.»

Quelle: dpa

 

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