Katholische Kirche

Männer werden Priester - Weihe in Freising

27. Juni 2026 , 12:19 Uhr

Nur noch wenige Männer entscheiden sich hierzulande, katholischer Priester zu werden. Entsprechend ist es ein großes Fest für ein Bistum, wenn sich Kandidaten gefunden haben.

Im Freisinger Dom hat Kardinal Reinhard Marx drei Männer zu katholischen Priestern geweiht. Der 30 Jahre alte Martin Brenninger und der 31 Jahre alte Christian Elsen stammen auch aus dem Erzbistum München-Freising.Jeong Stephan Hyunsu (34) kommt nach Angaben der Erzdiözese aus Seoul in Südkorea. Alle Kandidaten haben Theologie studiert und sich im Pastoralkurs auf ihr Amt vorbereitet. 

In einem feierlichen Gottesdienst spendete Marx die Weihe, die in der katholischen Kirche von hoher Bedeutung ist: Nur geweihte Männer dürfen Messen feiern und die Beichte abnehmen. Erst jüngst hat der Vatikan bekräftigt, dass auch nur sie in einer Messfeier predigen dürfen. 

Zahlen zum Priestermangel

Gleichwohl beklagt die Kirche seit Jahren in Deutschland einen großen Fachkräftemangel: Nur noch wenige Männer entscheiden sich für ein Leben als Priester, das zugleich bedeutet, auf eine Ehe und auf Sex zu verzichten.

Traditionell feiern viele Bistümer ihre Priesterweihen rund um das Hochfest Peter und Paul (29. Juni). So wurde in Bamberg nach Angaben des Erzbischöflichen Ordinariats der 26-jährige Daniel Hartmann aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach zum Priester geweiht. Auch in Regensburg und Passau war die Weihe von je einem Kandidaten angekündigt, am Sonntag soll in Augsburg ein Mann geweiht werden. 

In den bayerischen Diözesen gibt es in diesem Jahr insgesamt elf neue Priester – das sind mehr als noch im Vorjahr, als lediglich sechs Priester in den Bistümern geweiht wurden. Erfasst sind nicht mögliche Priesterweihen bei Ordensgemeinschaften.

Die Zahl der Neupriester sinkt bundesweit seit Jahren rapide. Laut Statistik der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) feierten die Diözesen im Jahr 1962 noch 557 Priesterweihen. 2008 sank die Zahl erstmals unter 100. 2025 waren es bundesweit gerade einmal 25.

Quelle: dpa

 

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