Gesellschaftssatire

Meistbesuchter deutscher Kinofilm 2026 bislang: «Extrawurst»

12. August 2026 , 11:30 Uhr

Eine Vereinssitzung wird zum Spiegelbild gesellschaftlicher Debatten. Die Kulturkampfkomödie mit deutschen Stars wie Yardim, Dohm, Kerkeling, Herbst, Knauer und Mücke kommt offensichtlich gut an.

Die Gesellschaftssatire «Extrawurst» mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst ist der bislang erfolgreichste deutsche Kinofilm des Jahres. Die bissige Komödie habe die Marke von zwei Millionen Besucherinnen und Besuchern in den deutschen Kinos geknackt, teilt die zuständige PR-Agentur im Auftrag der Produktionsfirma Studiocanal mit. Aktuell laufe der am 15. Januar ins Kino gekommene Film etwa noch bei Open-Air-Vorstellungen bundesweit.

2025 war die Westernkomödie «Das Kanu des Manitu» von Michael «Bully» Herbig der erfolgreichste deutsche Kinofilm mit rund fünf Millionen Besuchern.

«Extrawurst» entstand unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller («Pumuckl und das große Missverständnis», «Trautmann»). Kerkeling spielt darin Heribert Bräsemann, seit Urzeiten Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide. 

Als ein neuer Grill für den Club angeschafft werden soll, wird darüber bei einer Vereinssitzung debattiert – ein Gespräch, das aber komplett aus dem Ruder läuft: Soll es einen Extragrill für Erol (Fahri Yardim) geben, den einzigen Muslim im Verein, damit er getrennt vom Schweinefleisch grillen kann?

Film beruht auf einer Theaterkomödie 

Melanie (Anja Knauer) ergreift Partei für Erol, der könne ja keine Schweinswürste essen, «weil er Türke ist». Darauf Erol: «Nein, ich bin Deutscher». Später stellt Matthias (Friedrich Mücke) fest: «Man merkt jetzt halt nicht so stark, dass du Türke bist, weil du dich jetzt nicht so türkisch verhältst.»

Der Film beruht auf einem Theaterstück der Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob. Neben Kerkeling («Der Boandlkramer und die ewige Liebe», «Kein Pardon») Herbst («Stromberg», «Der Buchspazierer») und Yardim sind in weiteren Rollen zum Beispiel auch Gaby Dohm («Die Schwarzwaldklinik») und Milan Peschel («Doppelhaushälfte») zu sehen.

Herbst spielt den hippen Werbetexter namens Torsten, der sich als Ex-Berliner den Provinzlern weit überlegen fühlt, Knauer spielt seine Frau Melanie, die zunehmend genervt ist von Torstens Sprüchen. Mücke mimt den verklemmten Matthias, der von seiner energischen Mutter (Dohm) heftig dazu gedrängt wird, Heribert abzusägen und selbst zum neuen Clubvorsitzenden aufzusteigen.

Die Komödie ist eine Produktion der Firmen Lieblingsfilm und Studiocanal in Koproduktion mit ARD Degeto Film.

Quelle: dpa

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