Schlagersendung

Mross über das Aus für «Immer wieder sonntags»

04. April 2026 , 10:23 Uhr

Die ARD hat das Aus für die beliebte Volksmusik-Sendung angekündigt. Jetzt spricht Moderator Stefan Mross darüber - zumindest ein bisschen.

Nach dem Aus für seine Schlagersendung «Immer wieder sonntags» meldet sich nun Moderator Stefan Mross zu Wort. «Ich wollte mich dazu ja nicht äußern, und ich darf es auch nicht», sagte der 50-jährige Traunsteiner der «Süddeutschen Zeitung» (Samstagsausgabe).

«Ich hatte wirklich eine tolle Zeit»

«Ich hatte wirklich eine tolle Zeit, und wir haben jetzt noch 13 Sendungen vor uns. Da ist die Vorfreude auf die Saison größer. Es werden Millionen Leute begeistert sein, und wir werden eine saugeile Staffel hinlegen wie jedes Jahr. Die Sendung hat ja Erfolg.»

Die ARD hatte im März angekündigt, die seit rund 30 Jahren laufende Show nach diesem Jahr absetzen zu wollen und begründete das Aus mit Sparmaßnahmen. Das Geld solle einerseits eingespart und andererseits in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden. Zudem wollen sich ARD und SWR auf ein jüngeres und neueres Publikum fokussieren.

Die Live-Ausgaben in diesem Jahr sind als rund zweistündige Sendungen geplant – die erste am 31. Mai, die letzte am 6. September. Es wird dem Vernehmen nach kein Nachfolgeformat geben.

SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler bezeichnete die Entscheidung in einer Mitteilung als «schmerzhaft». Sie sei sorgfältig abgewogen worden und sei dem Sender «angesichts des großen Erfolgs» nicht leicht gefallen. «Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl.» 

«Ich bin kein Mensch, der sagt: Ich bin jetzt traurig

«Es ist ja nicht so, dass ich nächste Woche von heute auf morgen meine Sendung verloren habe, sondern wir müssen weiterdenken und positiv dabeibleiben», sagte Mross nun in dem Zeitungsinterview. Auf Rückfrage der «SZ», ob es Gespräche mit der ARD über Nachfolgeprojekte gibt, antwortete er: «Da möchte ich nicht drüber reden momentan. Ich bin kein Mensch, der sagt: Ich bin jetzt traurig. Es wird die erste Sendung geben am 31. Mai, da möchte ich etwas sagen.»

Dass eine Petition für den Erhalt der Sendung gestartet wurde, sieht Mross als Bestätigung: «Dann hat man alles richtig gemacht. Wenn die Leute abschalten würden oder die Sendung nicht mehr laufen würde, würde ich denken: Da habe ich was falsch gemacht. Aber die Leute hängen dran, und von den Quoten her ist es eine der erfolgreichsten Shows im Marktanteil.»

Mross moderiert die Sendung seit 2005. Im vergangenen Jahr schauten die zwölf Live-Ausgaben im Ersten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen, die Sendung erreichte einen durchschnittlichen Marktanteil von rund 17 Prozent.

Das ZDF sendet mit dem «Fernsehgarten» an Sonntagen zur warmen Jahreszeit ein ähnliches Format – ebenfalls live, unter freiem Himmel und mit Schlagermusik.

Quelle: dpa

 

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