Nahost

Netanjahu besuchte während Iran-Kriegs heimlich Emirate

13. Mai 2026 , 19:53 Uhr

Geheimer Gipfel mitten im Iran-Krieg: Was Netanjahu und der Präsident der Emirate wirklich besprachen, bleibt vorerst im Dunkeln – doch es soll einen «historischer Durchbruch» gegeben haben.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach Angaben seines Büros während des Iran-Kriegs heimlich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besucht. Netanjahu habe sich dort mit dem Präsidenten Mohammed bin Sajid getroffen, hieß es in der Mitteilung. Der Besuch habe zu «einem historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten» geführt. 

Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es gab bereits Berichte über frühere geheime Besuche Netanjahus in dem Golfstaat und offizielle Telefonate zwischen den beiden. 

Israels Iron Dome in den Emiraten im Einsatz

Der US-Botschafter in Israel hatte am Dienstag den Einsatz des israelischen Raketenabwehrsystems Iron Dome in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) während des jüngsten Iran-Kriegs bestätigt. Israel habe dem Golfstaat Batterien von Iron Dome (Eisenkuppel) geschickt sowie Soldaten, die bei der Bedienung geholfen hätten, sagte Botschafter Mike Huckabee bei einer Konferenz der Universität Tel Aviv. 

Die Vereinigten Arabischen Emirate waren nach Angaben der israelischen Denkfabrik INSS während des Kriegs neben Israel am meisten von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen betroffen. 

US-Präsident Donald Trump hatte 2020 in seiner ersten Amtszeit die sogenannten Abraham-Abkommen auf den Weg gebracht. In der Folge normalisierten die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan ihre Beziehungen zu Israel. 

Als erster israelischer Ministerpräsident hatte der damalige Regierungschef Naftali Bennett im Jahre 2021 offiziell die Emirate besucht.

Quelle: dpa

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