Militärausbildung

Notfall bei Minentaucherausbildung: Junger Soldat gestorben

25. Mai 2026 , 16:26 Uhr

Nach einem medizinischen Notfall bei einer militärischen Taucherausbildung lag ein Soldat auf der Intensivstation. Nun gibt die Marine den Tod des jungen Mannes bekannt.

Der bei einer Minentaucherausbildung der Marine kollabierte Soldat ist tot. Die Deutsche Marine teilte mit, der am Mittwoch verunglückte Marinesoldat sei trotz intensivster medizinischer Betreuung am Montag verstorben.

Die Ausbildung in der Minentaucherei gehöre zu den anspruchsvollsten in der Deutschen Marine, sagte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack. Sie diene dem Schutz von Menschenleben und der Sicherheit Deutschlands auf See – «umso mehr verpflichtet uns dieses tragische Ereignis, die Umstände lückenlos aufzuklären».

Medizinischer Notfall während der Ausbildung

Der Mann war seit Mittwoch behandelt worden, nachdem er aus der Schwimmhalle der Marine in Eckernförde als medizinischer Notfall auf eine Intensivstation gebracht worden war. Der Soldat des Seebataillons war nach Angaben der Marine bei der Ausbildung schwer zu Schaden gekommen.

Zu dem medizinischen Notfall kam es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einem Übungsabschnitt, bei dem Soldaten in einer Gruppe im Wasser, aber mit dem Kopf über Wasser waren. Sie trainierten ein Standardverfahren der Ausbildung. Dabei wird ein 5-Kilo-Ring weitergereicht, um so Tätigkeiten im Wasser abzubilden.

Zur Aufklärung der genauen Umstände des Notfalls wurden laut Marine Ermittlungen eingeleitet.

«Wir stehen als Marine eng zusammen»

Der Marine-Inspekteur erklärte: «Der Tod dieses jungen Soldaten erfüllt uns alle in der Marine mit tiefer Trauer.» Dieser habe sich bewusst für einen besonders fordernden und verantwortungsvollen Dienst entschieden, der Mut, Hingabe und höchste Professionalität verlange. Dafür gebühre ihm größter Respekt.

«In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kameradinnen und Kameraden», sagte Kaack. «Wir stehen als Marine eng zusammen und teilen ihren Schmerz.»

Minentaucher sind hoch spezialisierte Fachleute

Die Ausbildung zum Minentaucher ist – wie die militärische Aufgabe selbst – körperlich und technisch anspruchsvoll. Nötig sind überdurchschnittliche Fitness sowie der sichere Umgang mit Unterwasserdrohnen und Sprengmitteln. Zu den Aufgaben der Taucher gehören auch Kampfmittelbeseitigung, Rettungseinsätze sowie der Schutz von Schiffen und Hafenanlagen gegen Sabotage und Angriffe.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

22.05.2026 Zwischenfall bei Minentaucherausbildung: Soldat kollabiert Bei einer Ausbildung in einer Schwimmhalle der Marine ist ein Soldat zusammengebrochen. Er liegt auf der Intensivstation und ist schwer zu Schaden gekommen. 21.05.2026 Bergung gescheitert: Toter Buckelwal bleibt vorerst liegen Dänische Behörden wollten den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals von der Insel Anholt aufs Festland bugsieren. Doch ein erster Versuch ging schief. Wie es mit dem Tier nun weitergehen soll. 19.05.2026 Dänemark will Buckelwal doch obduzieren Zwei Wochen nach seinem Transport Richtung Nordsee wurde der als «Timmy» bekannte Buckelwal tot vor der dänischen Insel Anholt entdeckt. Der Kadaver soll nun wissenschaftlich untersucht werden. 16.05.2026 Buckelwal «Timmy» ist tot – Rettungsversuch gescheitert Das war es nun mit «Timmy»: Eine private Initiative wollte dem mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal ein weiteres Leben in Freiheit im offenen Meer ermöglichen. Doch daraus wurde nichts.