Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft warnt vor einer schleichenden Deindustrialisierung in Oberfranken. Im verarbeitenden Gewerbe werden in der Region aktuell 22,9 Prozent der Wertschöpfung erwirtschaftet – vor zehn Jahren waren es noch mehr als vier Prozentpunkte mehr. Gründe sind laut vbw unter anderem hohe Energiepreise, hohe Arbeitskosten und immer mehr Bürokratie. Besonders schlecht bewerten die Unternehmen das Verwaltungshandeln. 2013 gab es dafür in Oberfranken noch die Schulnote 3,2 – inzwischen nur noch eine 4,2. vbw-Bezirkschef Thomas Kaeser fordert deshalb von der Bundesregierung echte Reformen, weniger Bürokratie und bessere Standortbedingungen.
Trotz der schwierigen Lage gebe es aber auch Unternehmen, die den Wandel aktiv angehen. Als Beispiel nennt die vbw Bosch in Bamberg. Der Standort habe sein Produktportfolio um Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie erweitert und in die Qualifikation der Beschäftigten investiert.