Vatikan

Papst bekommt Christstollen aus dem Erzgebirge

23. September 2026 , 18:46 Uhr

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat eine Privataudienz bei Leo XIV. Sein Mitbringsel ist schon etwas für Weihnachten. Dazu gibt es eine Geschichte.

Drei Monate vor Weihnachten hat Papst Leo XIV. aus Deutschland bereits ein Geschenk zum Fest bekommen: Der 71-Jährige erhielt von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer in einer Privataudienz einen vier Kilogramm schweren Christstollen aus dem Erzgebirge. Vom Papst selbst ist keine Reaktion bekannt. Kretschmer sagte nach dem Treffen, eigentlich wolle Leo ja keine Geschenke haben. Aber: «Den Stollen fand er gut.»

Der Stollen wurde in der Konditorei Thomas Neubert in Bärenstein (Erzgebirge) gebacken. Serviert wurde er dem Papst auf einem Holzbrett, in das ein Tischler den Namen des Pontifex gelasert hatte. Er soll nun noch ein paar Wochen reifen. Konditormeister Neubert sagte der dpa: «Natürlich habe ich mir besondere Mühe gegeben. So etwas passiert einem nur einmal im Leben.» 

Kretschmer erinnerte daran, dass der damalige Papst Innozenz VIII. Ende des 15. Jahrhunderts mit seinem «Dresdner Butterbrief» den Sachsen erlaubt hatte, auch in der Fastenzeit mit Butter zu backen. «Das ist der Durchbruch gewesen für den Stollen, für das sächsische Nationalgebäck. Und ich weiß nicht, wie man Weihnachten feiern kann ohne Stollen. Das sieht der Papst jetzt auch so ab sofort.»

Quelle: dpa

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